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Logistik

5 Tipps & Tricks zum unversicherten Versand

Erstellt am 07.06.2011 23:44:12 von Michael Wolf



5 Tipps & Tricks zum unversicherten Versand Nachfolgend möchten wir Ihnen 5 Tipps geben, wie Sie Ihre Schwundquote beim Unversicherten Versand minimieren können.

Insbesondere bei Waren mit geringem Wert können die Versandkosten einen sehr hohen Anteil ausmachen. Beim unversicherten Versand wie z.B. dem Briefversand sind die Kosten zwar geringer als beim versicherten Versand, dafür besteht aber das Risiko, dass die versendete Ware nicht ersetzt wird, falls sie verloren geht. Die Ursachen dafür sind vielseitig: Der Kunde könnte behaupten, die Ware sei nicht angekommen, ein Zusteller des Briefdienstes könnte den Brief verschwinden lassen, der Brief wird aus dem Briefkasten gestohlen oder geht schlichtweg verloren. Ob die Gründe böswilliger Natur sind, oder nicht, spielt dabei für den Versandhändler eine wichtige Rolle. Gegen Diebe können Sie sich zumindest Abschreckende Maßnahmen ergreifen, während Sie gegen den verlorenen Brief so gut wie nichts unternehmen können. Nachfolgend möchten wir Ihnen 5 Tipps geben, wie Sie Ihre Schwundquote minimieren können.

1. Ausprobieren und Messen - aber mit Preislimit

Die gute Nachricht: Umfragen unter Onlinehändlern und Shopbetreibern haben gezeigt, dass die durchschnittlichen Schwundquoten bei unversicherten Warensendungen bei kleiner 2 Prozent liegen! Mit etwas Optimierung sollten Sie auch weniger als 1 Prozent erreichen können. Die Anteil an unversicherten Sendungen die verloren gehen haben unmittelbar mit der Ware zu tun, die versendet wird. Beispielsweise verschwinden Briefsendungen mit Handy-Akkus wesentlich häufiger als Sendungen mit Schmuck. Entscheidend ist, dass Sie Ihre eigene Schwundquote ermitteln und dauerhaft messen. Für die Testphase sollten Sie sich deshalb ein Preislimit setzen, das so kalkuliert ist, dass Sie ca. 5 Prozent Schwundquote verkraften können, ohne Verlust zu machen. Folgendes Rechenbeispiel soll das verdeutlichen:

Nehmen wir an der Reingewinngewinn pro Briefsendung beträgt 2,-€. Damit läge der Verdienst aus 100 Briefsendungen à 2,-€ bei 200,-€. Wenn nun 5% (=5 Stück) der Briefe verloren gehen, wird der Verdienst um 5 x 2,-€, also 10,-€ geschmälert. Es verbleiben somit 190,-€. Der Warenwert darf damit maximal 38,-€ (190,-&euro / 5) betragen, damit Sie gerade noch verlustfrei aus der Sache rauskommen.

2. Tracking nicht möglich - oder doch?

Die zweite gute Nachricht: meisten Endkunden vermuten zwar, dass Briefsendungen nicht getrackt werden, können es aber nicht mit Sicherheit sagen. In dieser Unwissenheit sollten Sie Ihre Kunden auch lassen. Wer überlegt zu behaupten eine Briefsendung sei nicht angekommen, wird es sich zweimal überlegen diese Behauptung aufzustellen, wenn er nicht sicher weiß, ob die Briefsendung getrackt werden kann. Sie sollten darüberhinaus sogar versuchen den Anschein zu erwecken, dass die Briefsendung getrackt werden kann, z.B. indem Sie einen Barcode mit Untertitel "Trackincode" auf den Briefumschlag drucken. Außerdem sollten Sie keine normalen Briefmarken verwenden, sondern Briefmarken mit Datum und Barcode. Das hat zudem den Vorteil, dass Ihr kostbare Ware nicht unter den Stempelhammer kommt.

3. Was wenn doch mal der worst case eintritt?

Die schlechte Nachricht: Viele Gauner schrekt ein Barcode auch nicht ab. Was also tun, wenn ein Kunde behauptet keine Sendung erhalten zu haben? In jedem Fall sollten Sie genau nachbohren, einem eventuellen Gauner aber trotzdem einen Ausweg lassen. Fragen Sie den Kunden,

a. ob schon öfters Briefsendungen verloren gegangen sind,
b. ob der Kunde bereit Wäre eine schriftliche, eidesstattliche Erklärung abzugeben, dass die Ware nicht angekommen ist,

und sagen Sie dem Kunden,
c. dass Sie Anzeige gegen Unbekannt erstatten werden, z.B. weil dies die eigene Versicherung fordert (auch wenn Sie das niemals vorhaben),
d. dass es in Einzelfällen auch mal etwas länger dauern kann bis ein Brief ankommt und er doch noch einen Tag warten soll (als Ausweg für die Kleingauner, denen es jetzt zu heiß wird).

Wenn Ihr Kunde schon bei a. zustimmt, sollten Sie dem Kunden raten, sich schriftlich bei seinem Briefdienst zu beschweren. Kunden die sich bei b. und c. kooperativ zeigen sind entweder total abgebrüht, oder die Briefsendung ist tatsächlich nicht angekommen. Gelegenheitsgauner nutzen häufig den in d. gebotenen Ausweg und melden sich am darauffolgenden Tag, dass der Brief nun doch angekommen sei und sich alles geklärt hat. Sollten Sie doch eine Ersatzlieferung versenden müssen, sollten Sie auf jeden Fall versichert versenden. Eine zweite Ersatzlieferung sollten Sie aber nicht versenden, sondern dann nur noch das Geld erstatten.

4. Analyse und vorbeugende Maßnahmen

Wenn Sie eine repräsentative Anzahl an Briefsendungen verschickt haben, sollten Sie sich die Zeit nehmen und nochmals rekonstruieren, ob es bei den verschwundenen Briefen ein Muster gibt.

  • Wurden die Briefe alle beim gleichen Briefdienstleister / in der gleichen Filiale abgegeben?
  • Wurden die Briefe am normalen Schalter abgegeben oder am Großkundenschalter?
  • Können Sie schon an den Adressdaten Probleme erkennen?
  • Bei wievielen Kunden ist der Brief nach den Rückfragen doch noch aufgetaucht?
  • Wie lange war die längste Zustellzeit?


  • 5. Kundenzufriedenheit

    Ein Problem bei unversicherten Briefsendungen ist die Versanddauer. Diese ist im Vergleich zu versicherten Paketen meist erhöht. Zusätzlich kommt noch die psychologisch "gefühlte Versanddauer" des Kunden hinzu. Diese ist um ein vielfaches höher, wenn man sein Paket nicht tracken kann. Deshalb sollten Sie Ihren Kunden die durchschnittliche Versanddauer auf jeden Fall kommunizieren, und zusätzlich auf eine schnellere (und wohl teurere) Versandart hinweisen.

    Tags: unversicherter Versand; Briefversand; unversichertes Paket;
    Michael Wolf Michael Wolf (Geschäftsführer)
    Deutschland shopmunity GmbH
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