Partner Presse Shops Allgemeine Geschäftsbedingungen Hilfe & Kontakt Impressum
Kostenloser Onlineshop und B2B-Handelsplattform für Großhändler und Fachhändler im Bereich Onlinehandel.
HomeNewsForumGroßhändlerverzeichnisRegistrieren
shopmunity.com >> Forenübersicht >> Logistik 22.10.2017 06:28

Logistik

7 Tipps für Ihre Lagerlogistik

Erstellt am 26.02.2011 20:35:26 von Michael Wolf



7 Tipps für Ihre Lagerlogistik Natürlich haben sich schon viele Lagerleiter über die Sortierung ihres Hochregallagers Gedanken gemacht. Trotzdem stellen wir immer wieder fest, dass selbst die einfachsten Regeln nicht eingehalten werden. Deshalb möchten wir hier 7 essenzielle Tipps vorstellen...

... wie Sie Ihr Lager richtig sortieren und den Durchsatz maximieren können. In unserem Beispiel (siehe Abbildung) soll es sich um ein kleines Hochregallager handeln, dessen Regal-Reihen von A-F beschriftet sind. Nehmen wir an es gibt in jeder Regalreihe 4 Regale (Regal 1-4) mit jeweils 4 Regalböden (1-4). Folgende Optimierungsbereiche möchten wir anhand unseres Beispiels vorstellen und mit Ihnen diskutieren:
  • Laufwege für die Lageristen
  • Regalordnung
  • Verpackung
  • Packfehler
Wir haben diese vier Themengebiete herausgegriffen, da uns diese als die wichtigsten erscheinen - für Ergänzungen sind wir immer offen.


Laufwege für die Lageristen

Tipp 1: Bei der Einsortierung der Produkte sollte darauf geachtet werden die wichtigsten Produkte möglichst nah an den Packtischen zu platzieren - in unserem Beispiel also Regalreihe A. Doch welches sind die wichtigsten Produkte? Ein Beispiel: Ein Großhändler aus dem Bereich Telekommunikation verkauft pro Monat 1000 Ladegeräte, aber nur 50 iphones. Im ersten Augenblick denkt man natürlich daran die Ladegeräte ganz vorne zu lagern, da diese mit 1000 Stück deutlich öfter gekauft werden als iphones. Wie Sie bereits richtig vermuten, sind die meistverkauften Produkte nicht unbedingt die wichtigsten. Es kommt nämlich nicht alleine auf die verkaufte Stückzahl an, sondern vielmehr darauf, auf wieviele Pakete die bestellten Stückzahlen aufgeteilt werden. Nehmen wir an, die Kunden des Großhändlers bestellen im Durchschnitt 50 Ladegeräte pro Bestellung, jedoch nur 1 iphone pro Bestellung. Das bedeutet: 50 mal iphone einpacken, aber nur 20 mal Ladegeräte einpacken. Demnach müssen also die iphones weiter vorne und die Ladegeräte weiter hinten im Lager platziert werden.

Tipp 2: Insbesondere bei Bestellungen, die viele Positionen haben, muss ein Lagerist verschiedenste Lagerplätze ablaufen. Meist tut er das mit einer art Einkaufswagen, mit dem er die Produkte einsammelt. Damit der Lagerist nicht wie wild hin und her laufen muss, empfiehlt es sich, die Positionen der "Packliste" anhand des Lagerplatzes zu sortieren. Ob dabei von A-Z oder Z-A sortiert wird ist eher unerheblich. So kann der Lagerist eine Runde durch's Lager drehen und hat alles beisammen.


Regalordnung

Tipp 3: Nehmen wir an Sie haben Tipp 1 und 2 bereits umgesetzt. Nun stellt sich die Frage, wie die Artikel auf die Regalböden verteilt werden sollen (unten, mittig und oben). Versetzen wir uns dazu in den Lageristen, der vor einem Regal steht und das auf dem Lieferschein vermerkte Produkt finden soll. Schnell wird klar welche Punkte Sie bei der Regalordnung beachten sollte:

Die kleinsten Produkte im Regal immer auf Augenhöhe (im Beispiel auf Ebene 3). So kann der Lagerist die Produkte genau betrachten, ohne sich zu bücken oder nach oben greifen zu müssen. Große Produkte sollten unten und oben im Regal platziert werden. Die meisten Firmen tendieren dazu aus Sicherheitsgründen die schweren, großen Produkte unten, und die leichteren, großen Produkte oben zu lagern. Bei gleichem Gewicht empfehlen wir die "unwichtigeren" Produkte nach oben zu legen (auch aus Sicherheitsgründen, da diese dann einfach weniger frequentiert werden). Die maximale Regalhöhe sollte 1,80 Meter (besser weniger) betragen. Auf keinen Fall darf eine Leiter nötig sein, um die oberen Produkte einzusehen und herunterzuholen (höchstens, um dort Nachschub für darunter gelagerte Produkte zu deponieren). Für die mittelgroßen Produkte bleibt in unserem Beispiel damit Ebene 2 übrig.

Tipp 4: Nicht ganz so naheliegend aber auf den zweiten Blick durchaus sinnvoll ist es, ähnliche Produkte (insbesonders ähnlich aussehende Produkte) nicht direkt nebeneinander zu lagern. Die Verwechslungsgefahr ist dabei hoch und es dauert länger bis der Lagerist das richtige Produkt gefunden hat. Lieber sollten Sie Produkte nebeneinander lagern, die oft gemeinsam bestellt werden (z.B. Handy, Akku und Freisprecheinrichtung - nicht Akku 1, Akku2, Akku3). Gleiches gilt, wenn Sie z.B. Ihre Produkte in Kisten lagern, die mit ähnlichen Artikelnummern beschriftet sind. Artikel 01821 und 01827 sind schnell mal verwechselt, wenn man nicht auf die Produktbezeichnung achtet. Auch hier gilt: Möglichst weit voneinander entfernt lagern.

Tipp 5: Farbige Kisten & farbige Punkte auf der Packliste. Nehmen wir an Sie verkaufen vorrangig "kleine" Produkte die in Kisten gelagert sind - pro Regalboden 3 Kisten. Tests bei einem unserer Großhändler haben gezeigt, dass die Lageristen die Produkte viel schneller finden, wenn die Kisten rot, gelb und grün eingefärbt sind, und neben dem Lagerplatz ein roter, gelber oder grüner Punkt auf der Packliste mit gedruckt wird. Während der Lagerist auf die Regalreihe zugeht merkt er sich bereits Regalnummer und Regalboden - danach wählt er nur noch rot, gelb oder grün anstatt Artikelnummern zu abzugleichen.


Verpackung

Tipp 6: Wenn Sie bei einem länger laufenden Produkt bereits aus Erfahrung wissen, dass meistens eine größere Stückzahl bestellt wird, dann sollten Sie bereits beim Einlagern kleine Päckchen schnüren. Z.B. wenn im durchschnitt 20 Stück bestellt werden, dann könnten Sie 10er Päckchen vorbereiten. Da beim Wareneingang oft die Qualität oder das Packgewicht der Produkte überprüft werden, ist es oft nur ein geringer Mehraufwand die Produkte zu paketieren. Paketieren sollte auch in den Leerlaufzeiten Ihrer Lageristen vorgenommen werden.


Packfehler

Tipp 7: Kontrolle. Trotz sorgfältiger Lageristen können sich immer wieder Fehler einschleichen. Nichts ist unangenehmer, als wenn beim Kunden zu wenig, zu viel oder die falsche Ware ankommt. Deshalb ist es bei den meisten Großhändlern üblich die Packliste durch einen zweiten Lageristen überprüfen zu lassen. Beide Beteiligten sollten dann mit Ihrer Unterschrift vermerken, dass die Ware ordnungsgemäß an den Kunden verschickt wurde. Die Unterschrift ist nicht zwingend nötig, aber aus zwei Gründen sinnvoll. Einerseits wird den Unterschreibenden klar gemacht, dass sie die Verantwortung für den Inhalt des Paketes tragen, andererseits können Sie sich so gegen betrügerische Kunden absichern, die womöglich nur behaupten, dass Ware gefehlt hat. Zwar ist die Unterschrift der Lageristen im Falle eines Rechtsstreites nicht unbedingt ein eindeutiger Beweis, doch wenn Sie stapelweise abgezeichnete Packlisten vorlegen können, können Sie damit zumindest einen etablierten Kontroll-Prozess nachweisen.

Wir hoffen, Sie mit diesen Tipps etwas aufgeschlaut zu haben und würden uns wie immer über eine angeregte Diskussion freuen.

Tags: Lagerlogistik; Lageroptimierung; Lager;
Michael Wolf Michael Wolf (Geschäftsführer)
Deutschland shopmunity GmbH
Sie müssen eingeloggt / registriert sein, um eine Antwort verfassen zu können.
Retailer - Der Zugang für Fachhändler Distributor - Der Zugang für Großhändler Networker - Der Zugang für Netzwerker
Fussnote
Partner Presse Shops Allgemeine Geschäftsbedingungen Hilfe & Kontakt Impressum